Händigkeitsberatung – wenn die Ursache in der Händigkeit liegt

Manchmal liegt die Ursache in der Händigkeit. Wir schauen genau hin und begleiten bei Umschulungsfolgen.

Nicht jede Lernschwierigkeit hat ihre Wurzel dort, wo man sie vermutet. Bei manchen Kindern und Erwachsenen liegt die eigentliche Ursache von Konzentrationsproblemen, Feinmotorik-Schwierigkeiten oder Unsicherheiten beim Schreiben in einer nicht erkannten oder umgeschulten Linkshändigkeit. Wir schauen gezielt hin, ob das bei Ihnen oder Ihrem Kind der Fall sein könnte – und begleiten bei Bedarf durch eine Rückschulung.

Unsere Lerntherapie berücksichtigt auch solche verborgenen Ursachen, damit Förderung wirklich an der richtigen Stelle ansetzt.

Zielgruppe

Diese Beratung richtet sich an Kinder und Erwachsene, bei denen der Verdacht besteht, dass die tatsächliche Händigkeit nie erkannt oder in der Kindheit umgeschult wurde, oft ohne bewusste Entscheidung, sondern durch gesellschaftliche oder familiäre Prägung. Typische Anzeichen: unsichere oder verkrampfte Handschrift trotz normaler Intelligenz, wechselnder Einsatz beider Hände je nach Tätigkeit, feinmotorische Schwierigkeiten, die in keinem Verhältnis zu sonstigen Fähigkeiten stehen, sowie schwer greifbare Konzentrations- oder Koordinationsprobleme, für die andere Erklärungen nicht recht passen wollen.

Ablauf

Im Erstgespräch, bei uns in Reutlingen oder Remote, und einer anschließenden Testung klären wir, ob eine umgeschulte oder nie erkannte Linkshändigkeit vorliegt und wie stark sie sich auf die individuelle Symptomatik auswirkt. Bestätigt sich der Verdacht, entwickeln wir gemeinsam einen Plan zur Rückschulung, der behutsam und in einem für die jeweilige Person passenden Tempo umgesetzt wird. Ziel ist nicht die Rückschulung um ihrer selbst willen, sondern spürbare Erleichterung im Alltag – und die Möglichkeit, das eigene Potenzial ohne die bremsende Wirkung der ursprünglichen Umschulung voll zu entfalten.

FAQ

Wie erkenne ich, ob ich oder mein Kind umgeschulter Linkshänder sein könnte?
Hinweise können eine unsichere oder auffällig verkrampfte Handschrift trotz normaler Intelligenz sein, ein wechselnder Einsatz beider Hände je nach Tätigkeit, feinmotorische Schwierigkeiten ohne erkennbaren Grund oder schwer erklärbare Konzentrationsprobleme. Eine sichere Einschätzung ist jedoch nur durch eine gezielte Testung möglich, die wir im Rahmen der Beratung durchführen.

Warum wurden früher so viele Linkshänder umgeschult?
Über lange Zeit galt Rechtshändigkeit gesellschaftlich als Norm, und Linkshändigkeit wurde teils bewusst "korrigiert" – oft in gutem Glauben, dem Kind damit das Leben zu erleichtern. Heute weiß man, dass eine erzwungene Umschulung stattdessen zu genau den Schwierigkeiten führen kann, die sie eigentlich verhindern sollte.

Kann eine Rückschulung in jedem Alter noch sinnvoll sein?
Ja. Auch bei Erwachsenen kann eine begleitete Rückschulung spürbare Erleichterung bringen. Wie sinnvoll und wie behutsam eine Rückschulung im Einzelfall angegangen wird, besprechen wir individuell im Erstgespräch.

Wie läuft eine Testung zur Händigkeit konkret ab?
Die Testung umfasst verschiedene motorische und koordinative Aufgaben, mit denen die tatsächliche Handpräferenz sichtbar gemacht wird, unabhängig davon, welche Hand aktuell zum Schreiben genutzt wird. Ergänzt wird das durch ein Gespräch zur bisherigen Entwicklung und eventuellen Umschulungsgeschichte.

Muss die komplette Rückschulung begleitet werden, oder reicht eine einmalige Beratung?
Das hängt vom Einzelfall ab. Manche profitieren bereits von einer einmaligen fundierten Einschätzung, andere brauchen eine längere begleitete Rückschulung mit mehreren Sitzungen, um neue Bewegungsmuster sicher zu festigen. Das besprechen wir individuell im Erstgespräch.

Institut für Lernentwicklung

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